Projekte
HANDWERKSGESCHICHTE
Neben meiner beruflichen Tätigkeit als ausführender Handwerker beschäftigt mich das Thema Handwerkskultur an sich. Das materielle Kulturerbe ist eng mit dem Immateriellen verbunden. Bewahren gehört zum Alltag des Restaurators, mehr noch als das Erschaffen.
Geschichte wäre ohne das Handwerk und die Handwerker nicht greifbar.
Ich persönlich sehe es als Verpflichtung, hier (m)einen Teil beizutragen. Diese Verpflichtung wurde auch im Raesfelder Manifest 2019 festgehalten und beurkundet.
Auf den Projektseiten können Sie einen kleinen Einblick in meine Arbeit als Kulturbewahrer bekommen.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) lobte für das Jahr 2024 erstmals einen Preis für Handwerksgeschichte aus. Nach erfolgreicher erster Durchführung im Januar 2024 hat der ZDH beschlossen, den Preis zu verstetigen und die zweite Phase auf den Weg zu bringen. Der Preis für Handwerksgeschichte soll künftig im zweijährigen Turnus jeweils Ende Januar aller geraden Jahre vergeben werden. Für Januar 2026 ist eine Wiederholung des undotierten Formats vorgesehen, das sich an Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen richtet, die ihre eigene Geschichte reflektieren und sie gezielt für ihre Kommunikation einsetzen.
Ziel des Preises für Handwerksgeschichte ist es, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit mit der Geschichte des Handwerks zu beleben und das allgemeine Bewusstsein für Handwerksgeschichte und die Rolle des Handwerks in der Gesellschaft zu fördern.
Nachfolgend Auszüge der Auslobung:
Warum Unternehmensgeschichte betreiben?
Sich als Betrieb mit der eigenen Geschichte zu befassen, scheint zunächst einmal neben-sächlich. Kerngeschäft ist schließlich das eigene Handwerk, und da gibt es genug zu tun.
Allerdings haben viele Handwerksbetriebe über Generationen hinweg die Wirtschaft, die Gesellschaft, die Alltags- und Sachkultur und nicht zuletzt das technische Können an ihren Standorten und in ihren Regionen geprägt. Sie sind zurecht stolz auf diese Tradition und zeigen dies. Diese Betriebe nutzen ihre Geschichte als Kommunikationsinstrument – sie werben für sich und mit sich selbst.
Was sagt die historische Forschung?
Wenig. Obwohl sich gerade die jüngere Wissenschaftlergeneration wieder mehr für das Handwerk interessiert, wurden die Lehrstühle, die sich mit Handwerksgeschichte befassen, in Deutschland eingestellt. Will eine Wirtschaftsgruppe wie das Handwerk die Zeiten weiterhin so erfolgreich überdauern, sollte sie also anstreben, Spuren zu hinterlassen, in denen ihr Wirken und ihre Entwicklung dokumentiert sind.
Geschichtsbewusstsein im Handwerk fördern
Wenn die Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen sich vermehrt ihrer Geschichte bewusst werden und sie darstellen, wird sich auch das Geschichtsbewusstsein für das Handwerk verbessern.
Um ein Zeichen zur Erneuerung der Handwerksgeschichte zu setzen, wird ein Preis für Handwerksgeschichte vergeben. Zunächst sollen vor allem eingetragene Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen ausgezeichnet werden, die ihre eigene Geschichte reflektieren und sie gezielt für ihre Kommunikation einsetzen.
Ansprechpartner: Dr. Titus Kockel
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Dies zum Anlass nahm ich mir, um meine bisherigen Forschungsarbeiten und -Projekte zu verschiedenen Themen im Handwerk aufzuarbeiten. Mit zwei Bewerbungen zu dieser Preisauslobung versuche ich hier, meinen Teil der Handwerksgeschichte beizutragen.
Weitere Infos gibt es hier:
